Riesengroßer Kleiderschrank DETOX

Vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl, dass mein Kleiderschrank außer Kontrolle gerät.

Außer Kontrolle im Sinne von leicht überfüllt mit Teilen, die ich sowieso fast nie anziehe. Jahrelange hatte ich das vor mich hingeschoben. Ich war mir so sicher, dass ich den schwarz-weißen Leopardenpullover aus dem H&M-Sale für 15 Euro nochmal anziehe. Und das knall-orangene It-Piece, obwohl ich, wie alle meine Freunde wissen, fast alle Farben so gut wie meide. Auch das bunt karierte Hemd und die Kunstlederlatzhose, die am Po gerissen ist, haben ein Leben im Gefängnis geführt. Die unzähligen weißen Blusen, die mittlerweile ausgewaschen oder irgendwie zu klein geworden sind. Die Jeans, die seit dem Kauf eine für meine Verhältnisse viel zu starke Waschung hat oder die Jeans, die eine meiner Meinung nach etwas zu grünliche Waschung hat.

Was ich sagen möchte: Ich war knallhart. Alle Sachen passten mir noch, alle Kleidungsstücke fand ich irgendwie noch toll, aber alle Kleidungsstücke hatten eins gemeinsam: Ich habe sie seit mindestens 1-2 Jahren nicht mehr angezogen und sie sehen trotzdem noch gut aus, weswegen ich es nicht übers Herz gebracht hatte sie wegzuwerfen. Und ich habe zu viel zu tun, um jedes Teil einzeln zu verkaufen. Also entschied ich mich für eine gute Tat und nutzte die Gunst des Momentes, in dem ich mir überlegt habe, die Kleidung zu verschenken. In Münster gibt es eine Facebook-Gruppe „Verschenk’s“, in der man alles mögliche verschenken kann.

Während ich laute Reggae-Musik hörte, sortierte ich also gnadenlos aus. Natürlich habe ich keine besonders teuren Einzelstücke verschenkt, die ich ab und zu auch noch selber anziehe und die man einfach nicht ständig tragen kann. Aber ich habe mir ein paar Fragen gestellt, nach denen ich das Ausmisten organisiert habe:

1. Was passt zu meinem momentanen Kleidungsstil?

Das war die einfachste Frage. Alles, was nicht 100% Laura ist, kam weg. Die Kleidung macht sich an einer anderen Person eh besser. Und dazu gehört beispielsweise der rot-karierte Zara-Schal, den alle mal hatten, aber der für mich inzwischen so weit von meinem Geschmack entfernt ist wie ein Hähnchenschenkel. Weg damit.

2. Welche Klamotten passen mir einfach nicht?

Und das heißt nicht, ob ich da noch reinpasse oder nicht, sondern ob ich sie wirklich schön an meiner Figur finde oder ob der extreme Oversize-Sweater mich nicht doch wie eine Schwangere aussehen lässt. Manche von euch besitzen vielleicht auf eine „Motivations-Jeans“, in die sie hoffen irgendwann mal reinzupassen. Auch wenn ihr gerade am Abnehmen seid – dass ihr genau diese eine Jeans wieder schön findet, wenn ihr dann euer Wunschgewicht erreicht habt, ist unwahrscheinlich.

3.  Alle entspannten Kuschelklamotten in die Altkleidersammlung!

So leid es mir tat, aber ich besaß wirklich viel ausgewaschene Kleidung, die ich aufbewahrt hatte, um darin zu chillen. Auch wenn ich außerordentlich gerne entspanne und dabei auch gerne meine alten T-Shirts anziehe, reicht es doch 3-4 Entspannungs-Outfits zu besitzen. Und nicht jedes grau-gelb gewaschene Tanktop aufzubewahren um es irgendwann mal zum Herumlümmeln anzuziehen.

4. Ist die Qualität des Stückes es wirklich wert es so lange aufzubewahren?

Auch wenn das süße Sommerkleid mit den Federn im Sommer 2015 der Hit war, es ist qualitativ nicht hochwertig genug ein Leben auf dem Kleiderständer zu führen.

5. Spezial-Tipp von mir: Wechselt in jeder Saison die Winter- und Sommerkleidung

Das macht allerdings eher für Leute mit einer kleinen Wohnung Sinn. Und mit einem Kinderzimmer im Elternhaus, in das man all die schönen Winterpullis mottenfrei einlagern kann.

6. Für die Zweifler

Falls ihr zu den Leuten gehört, die sich nur schwer von Sachen trennen können: Stellt die ausgemisteten Klamotten erst einmal in einer Box in den Keller. Wenn ihr eine Zeit lang nicht mehr daran denkt die Teile anzuziehen und sie auch nicht vermisst: Weg damit!

Wenn ihr es nicht übers Herz bringen könnt, eure Kleidung an Fremde zu verschenken, könnt ihr natürlich auch alle eure Freundinnen einladen und eine „Swap-Party“ veranstalten. Das habe ich auch schon öfters gemacht und sehe immer noch manchmal Freundinnen von mir in meinen alten Kleidungsstücken. Ihr könnt euch natürlich auch mit eurem Zeugs auf den Flohmarkt stellen – das hat mir allerdings keinen Spaß gemacht und finanziell war es nun auch nicht der heilige Gral.

Falls ihr mich fragt – ich vermisse kein einziges dieser alten Kleidungsstücke! Spricht wohl dafür, dass ich gut aussortiert habe. Ich plane momentan auch noch, ein paar alte Schuhe zu verkaufen. Und so bleibt mehr Raum für Ordnung und sogar für den nächsten Umzug?

Alles Liebe,

Laura

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