3 Tage Saftfasten – mein Fazit: Fasten ist gar nicht mal soo schwer!

Es ist Samstagabend und voller Vorfreude schnibbele ich einen Kohlrabi, Möhre und Frühlingszwiebel. Alleine die Aromen des frischen Gemüses, die mir bei der Zubereitung in die Nase steigen, schüren die Vorfreude auf das kommende Essen. Freitagabend war noch einmal richtig hart. Mein Freund hat sich eine riesengroße Pizza bestellt und vor meinen Augen verspeist, während ich an meinem Gemüsesaft genippt und versucht habe, nicht allzu neidisch auf die Pizza zu schielen. Ansonsten hat es aber eigentlich ganz gut geklappt und ich bin auch froh, dieses Experiment mal ausprobiert zu haben.

Aber jetzt noch einmal von vorne:

_Montag und Dienstag waren zwei Entlastungstage, an denen ich mich schon einmal auf das bevorstehende Fasten vorbereitet habe. Diese waren für den Körper ganz gut, um runterzukommen und sich langsam an die Flüssignahrung zu gewöhnen.

_Mittwoch dann der Start. Um nicht all zu viel Kraft zu verlieren, habe ich das Fasten aber variiert und zwischendurch immer mal einen Protein-Shake mit zwei Teelöffeln Öl getrunken. Gegen Nachmittag kam dann etwas größerer Hunger, aber nach einer Flasche des Sauerkrautsaftes aus dem Fastenkasten war der auch schon wieder vorbei und der Geschmack war auch wirklich superlecker. Abends habe ich dann noch etwas Tee getrunken.

_Donnerstagmorgens hatte ich wenig Hunger und da der Tag eh nur aus Klausuraufsicht bestand, konnte ich auch das ganz gut schaffen. Donnerstagnachmittag kam dann aber wieder etwas größerer Hunger – nachmittags scheint einfach immer der Höhepunkt zu sein! Also habe ich zu der Flasche Gemüsesaft noch einen halben Liter Gemüsebrühe getrunken und danach fühlte ich mich pappsatt.

_Freitagabend sind wir dann zur Thai-Massage gegangen, um dem Körper noch einmal etwas Gutes zu tun, und dann kam die Pizza. Aber ich blieb knallhart.

_Samstagabend war dann Fastenbrechen angesagt – mit diesem superleckeren Gericht – es gab einfach nur gekochten Reis, leicht angebratenes Gemüse (Kohlrabi, Möhre, Lauch), Räuchertofu und Spinat. Das machte mich pappsatt und es war wirklich ein bisschen komisch mal wieder etwas gegessen zu haben.

 

_Sonntag habe ich dann wieder normal gegessen. Morgens gab es eineinhalb Brötchen, nachmittags einen Obstsalat mit etwas Sojajoghurt und abends gebratene Bohnen mit Kartoffeln und Kräuterquark.

Insgesamt habe ich mich also circa eine Woche mit dem Fasten auseinander gesetzt. Was mir besonders geholfen hat, war der Fakt, dass ich keine besonders wichtigen Verpflichtungen hatte und mir nebenbei viel Ruhe gegönnt hat. Nur drei Tage habe ich wirklich gar keine feste Nahrung zu mir genommen, aber dafür Gemüsesäfte, einmal Gemüsebrühe und Proteinshakes.

Der Fastenkasten von Voelkl/Demeter hat mich dabei natürlich unterstützt, aber ich habe leider eine ganz große Kritik an ihn: In vier der sechs Säfte ist ein nicht unerheblicher Anteil Rote Beete. Ich kann Rote Beete leider absolut nicht essen und finde es super eklig, weswegen ich zwei Flaschen an eine Freundin verschenken muss. Also wer wie ich nicht so auf Rote Beete steht, sollte sich lieber die anderen Sorten von Voelkl holen. An die gebe ich nämlich ein ganz klares JA!

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren, auch mal eine kurze Fastenkur auszuprobieren, auch wenn ihr denkt, dass ihr vielleicht nicht genügend Zeit oder Durchhaltevermögen habt – es ist gar nicht so schwierig!

Kaffee war während meines Fastens auch erlaubt. Ein Glück!

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Ein Gedanke zu „3 Tage Saftfasten – mein Fazit: Fasten ist gar nicht mal soo schwer!

  • 22. März 2017 um 09:26
    Permalink

    Oh das klingt wirklich gar nicht so dramatisch. Hätte ich mir jetzt viel schlimmer vorgestellt. Ich faste ja unweigerlich auch grade, weil ich eine Gastritis habe und das ist tageweise gar nicht mal so lustig. Kaffee gibts seit Wochen keinen und da merke ich schon wie sehr ich den vermisse.

    Liebst,
    Ulrike

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